Abgeschlossene Projekte

 

Die Komintern und ihre Bedeutung für die deutsch-sowjetrussischen Beziehungen

Das Projekt "Die Komintern und die Deutsch-Russischen Beziehungen" leistet einen wertvollen Beitrag, den deutschen Kommunismus und das deutsch-sowjetische Verhältnis systematisch und transnational für das Vierteljahrhundert von 1918 bis 1943 zu beleuchten. Es findet einen positiven Abschluss in der dreibändigen, insgesamt 2300 Seiten umfassenden Quellenedition, die von Hermann Weber, Bernhard H. Bayerlein und Jakov Drabkin herausgegeben wird und einen systematischen Einblick in den schillernden Beziehungsgeflecht von Sowjetunion, Komintern und KPD bietet.

 

Projektleitung: Prof. Dr. Hermann Weber, Prof. Dr. Jakov Drabkin
Mitarbeiter: Dr. Bernhard H. Bayerlein
Projekt-Homepage



Publikationen:

Das dreibändige Werk, die von Hermann Weber, Bernhard H. Bayerlein und Jakov Drabkin herausgegeben wird, umfasst insgesamt 2317 Seiten und markiert einen positiven Abschluss des Projekts "Die Komintern und ihre Bedeutung für die deutsch-sowjetrussischen Beziehungen". Es dokumentiert und analysiert erstmals auf Grundlage überwiegend neuer Dokumente den Komplex der Beziehungen zwischen Deutschland und der Sowjetunion bzw. der KPD und der Komintern für den gesamten Zeitraum von 1918 bis 1943. Die im De Gruyter-Verlag erscheinenden Bände enthalten 524, zu einem großen Teil aus dem Russischen, Englischen und Französischen übersetzten Dokumente mit über 5000 Anmerkungen, Zusammenfassungen von ca. 1000 neuerschlossenen Beschlussprotokollen des sowjetischen Politbüros, ein vierzigseitiges Namens- und Ortsregister sowie ein siebzigseitiges Gesamtliteraturverzeichnis.

Die Bände erscheinen in der Reihe „Archive des Kommunismus–Pfade des XX. Jahrhunderts“, die sich als bisher einzige europäische Buchreihe zum Ziel gesetzt hat, die Erträge der seit der Endphase des 20. Jahrhunderts andauernde „Archivrevolution" kritisch zu dokumentieren und zu beleuchten.

Es ist das erste Mal, dass ein solches Werk als open-access-e-Book frei im Internet zugänglich ist, um die neuerschlossenen Dokumente einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen und neue Diskussionen zu fördern.

Hermann Weber, Bernhard H. Bayerlein, Jakov Drabkin, Aleksandr Galkin (Hrsg.)
Deutschland, Russland, Komintern:

Band I. Überblicke, Analysen, Diskussionen: Neue Perspektiven auf die Geschichte der KPD und die deutsch-russischen Beziehungen (1918–1943). Open access.

Band II. Deutschland, Russland, Komintern – Dokumente (1918–1943). Nach der Archivrevolution: Neuerschlossene Quellen zur Geschichte der KPD und den deutsch-russischen Beziehungen. Open access.

Archive des Kommunismus - Pfade des XX. Jahrhunderts;
Berlin, Boston, De Gruyter, 2014
ISBN: 978-3-11-030134-2 (print); 978-3-11-030098-7 (online)

In der FAZ vom 21. Juli 2015 auf S. 12 wurde von Gerd Koenen die Edition "Deutschland, Russland, Komintern" besprochen.

 




Bernhard H. Bayerlein: "Stalin, der Verräter bist Du!" Vom Ende der linken Solidarität. Sowjetunion, Komintern und kommunistische Parteien im Zweiten Weltkrieg 1939-1941. Berlin 2008.

Bernhard H. Bayerlein / Leonid Babicenko / Aleksandr Vatlin / Fridrich Firsov (Hrsg.): Deutscher Oktober 2003. Ein Revolutionsplan und sein Scheitern. Berlin 2003.

Hermann Weber / Bernhard H. Bayerlein (Hrsg.): Der Thälmann-Skandal. Geheime Korrespondenzen mit Stalin. Berlin 2003.

100(0) Schlüsseldokumente im Internet zur russischen/sowjetischen und zur deutschen Geschichte

Das Projekt hatte den Aufbau einer kommentierten zweisprachigen Sammlung von digitalisierten Quellen (Schlüsseldokumenten) zur russischen und sowjetischen Geschichte zwischen 1917 und 1991 sowie zur deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert zum Ziel. Ein einführender Kommentar erläutert jeweils in deutscher und russischer Sprache, warum und wofür das ausgewählte Dokument ein "Schlüsseldokument" ist, berichtet über den Stand der Forschung und gibt Hinweise auf weiterführende Quellen und Literatur. Das gesamte Dokument wird im Wortlaut wiedergegeben, ergänzt durch eine Übertragung ins Deutsche bzw. ins Russische sowie eine Ablichtung des Originals. Die Einführungen stammen von deutschen und russischen sowie einer Reihe von Spezialisten aus anderen Ländern.
Die Zahl 100 weist darauf hin, daß es sich nur um eine begrenzte Auswahl an "Schlüsseldokumenten" handeln kann, die dritte Null in Klammern bekundet ihre prinzipielle Offenheit.
Die Federführung des Projekts liegt beim Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und dem Institut für Allgemeine Geschichte der Russischen Akademie der Wissenschaften (Moskau).

Projektleitung: Prof. Dr. Helmut Altrichter, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen
Zugang: http://www.1000dokumente.de

Sowjetische und Deutsche Kriegsgefangene und Internierte. Forschungen zum Zweiten Weltkrieg und zur Nachkriegszeit

Projektleiter: Dr. Klaus-Dieter Müller, Stiftung Sächsische Gedenkstätten

Das Forschungsprojekt wurde im Jahr 2000 unter Federführung der Dokumentationsstelle der Stiftung Sächsische Gedenkstätten begonnen und verfolgte vorrangig das Ziel, die Akten der sowjetischen bzw. deutschen Kriegsgefangenen und Internierten zu digitalisieren (Datenbanken der Dokumentationsstelle Dresden). Es folgte einer dreifachen Zielsetzung, nämlich der der Quellensicherung, der Erarbeitung wissenschaftlicher Beiträge zur Kriegsgefangenenforschung und vor allem auch einer humanitären Zielsetzung, indem es u.a. Grundlagen für Auskünfte an Angehörige über ihre seit Jahrzehnten vermissten Angehörigen schafft. Das Projekt bestand aus drei Teilen:

  • Sowjetische Kriegsgefangene (Offiziere) im Deutschen Reich
  • Sowjetische Kriegsgefangene  (Mannschaften und Unteroffiziere) im Deutschen Reich
  • Deutsche Kriegsgefangene und Internierte in sowjetischer Hand

Zum 31.12.2014 läuft das Projekt aus.


Publikationen:

Norbert Haase/Alexandr Haritonov/Klaus-Dieter Müller/Jens Nagel (Red.): Gedenkbuch sowjetischer Kriegsgefangener, in 2 Bänden, Dresden 2005.

V. I. Adamuschko / K.-D. Müller / A. N. Haritonov u.a. (Red.):
Lager sowjetischer Kriegsgefangener in Belarus 1941-1944. Ein Nachschlagewerk. Minsk 2004.

V. Selemenev / Ju. Zverev / K.-D. Müller / A. Haritonov (Hrsg.): Sowjetische und deutsche Kriegsgefangene in den Jahren des Zweiten Weltkriegs (Stiftung Sächsische Gedenkstätten). Dresden/Minsk 2004 (in deutscher und russischer Sprache).

Für die Lebenden - Der Toten gedenken. Vo imja živych - pomnit’ o pogibšich. Ein internationales Gemeinschaftsprojekt zur Erforschung des Schicksals sowjetischer und deutscher Kriegsgefangener und Internierter. Redaktion Norbert Haase, Alexander Haritonow, Klaus-Dieter Müller (dt./russ.). Dresden 2003.

Vjačeslav Selemenev / Sergej Žumar / Klaus-Dieter Müller / Stefan Karner (Hrsg.): Dokumente zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs in den Staatsarchiven der Republik Belarus 1941-1945. Ein Nachschlagewerk. Dresden/Minsk/Graz 2003.

Klaus-Dieter Müller / Reinhard Otto / Rolf Keller / Willi Kammerer (Red.): Gedenkbuch verstorbener sowjetischer Kriegsgefangener - Friedhof Hammelburg Bayern, hrsg. vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Kassel 2002 (in deutscher und russischer Sprache).

100 Briefe aus Stalingrad

Projektleitung: Prof. Dr. Nina Vaškau

 

Publikation:


Nina Vaškau: "Chot' raz napišu tebe pravdu" Pis'ma soldat vermachta iz stalingradskogo okruženija. Moskau 2013.

Die Beziehungen zwischen Komintern, KPdSU und KPD in den Jahren 1928-1933

Bearbeiter: Dr. Bert Hoppe


Publikation:
Bert Hoppe: „In Stalins Gefolgschaft“. Moskau und die KPD 1928 – 1933. München 2007.

Biografie des sowjetischen Außenministers Georgi Tschitscherin

Projektleitung: Prof. Dr. Ludmila Thomas

Publikation:
Thomas, Ludmila: Georgi Tschitscherin. Ich hatte die Revolution und Mozart. Dietz Vlg Bln 2012

Michail Gorbatschow und die deutsche Frage. Sowjetische Dokumente 1986-1991

Deutsche Ausgabe der Edition von Aleksandr Galkin und Anatolij Cernjaev (Hrsg.): Michail Gorbacev i Germanskij vopros. Sbornik dokumentov 1986-1991. Moskau 2006 mit erweiterter Kommentierung.

Publikation:
Aleksandr Galkin/Anatolij Tschernjaev (Hrsg.): Michael Gorbatschow und die deutsche Frage. Sowjetische Dokumente 1986–1991. Deutsche Ausgabe herausgegeben von Helmut Altrichter, Horst Möller und Jürgen Zarusky, kommentiert von Andreas Hilger. Aus dem Russischen übertragen von Joachim Glaubitz. München 2011.