Aufgaben und Ziele

 

Aufgaben und Ziele der Gemeinsamen Kommission für die Erforschung der jüngeren Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen

Die Bildung einer bilateralen Historikerkommission Deutschlands und Russlands geht auf eine Initiative des deutschen Bundeskanzlers Helmut Kohl und des russischen Präsidenten Boris El’cin aus den Jahren 1993/1994 zurück. Die darauf folgenden Verhandlungen führten 1997 zu schriftlichen Vereinbarungen zwischen dem Staatssekretär des Auswärtigen Amtes und dem Ersten Stellvertretenden Russischen Außenminister über die Errichtung und die Aufgaben der Kommission. Bei der konstituierenden Sitzung im Januar 1998 in Bonn wurden die Grundprinzipien, der Charakter der Zusammenarbeit im Rahmen der Kommission, ihre Ziele und Aufgaben präzisiert [Kommuniqué der Kommission über ihre konstituierende Sitzung].

 

Aufgabe der Kommission ist die Förderung einer umfassenden wissenschaftlichen Erforschung der deutsch-russischen bzw. deutsch-sowjetischen Beziehungen im 20. Jahrhundert im Geiste der Offenheit und Objektivität. In Erfüllung dieses Auftrages organisiert sie jährliche Kolloquien, abwechselnd in der Bundesrepublik Deutschland und in der Russischen Föderation, initiiert und fördert sie Forschungs- und Editionsprojekte und veröffentlicht Ergebnisse eigener Aktivitäten in deutscher und russischer Sprache („Mitteilungen“). Beide Seiten der Kommission setzen sich für die Erleichterung des Zugangs zu den Archivbeständen in Russland und Deutschland ein.

Diesen Zielen entspricht die Zusammensetzung der Kommission. 

 

Die Kommission arbeitet unter der Schirmherrschaft der Bundeskanzlerin und des russischen Präsidenten.

Zu ihrer Unterstützung haben beide Regierungen Sekretariate eingerichtet, die die Arbeit der Kommission fördern und organisatorisch unterstützen. Das Deutsche Sekretariat der Kommission ist bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Russische in der Russischen Akademie der Wissenschaften angesiedelt.